28.04.2017 / Allgemein / /

Nein zur Initiative der „Starken Schule Baselland“

Selbstverständlich möchte auch ich kompetente Lehrpersonen und trotzdem sage ich am 21. Mai NEIN zur Initiative „Ja zu fachlich kompetent ausgebildeten Lehrpersonen“. Die Ausbildung der Lehrpersonen hat sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt, von den Lehrerseminaren mit kantonalen Ausbildungsabschlüssen hin zu gesamtschweizerisch anerkannten Abschlüssen der Pädagogischen Hochschulen (PH). An der PH der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) wird eine „integrierte“ und eine „konsekutive“ Ausbildung zur Sekundarlehrperson angeboten. Der fachwissenschaftliche Teil kann entweder an der Universität (konsekutiv) oder an der PH (integriert) absolviert werden. Die Kombination dieser beiden Studiengänge wird in der Deutschschweiz  nur an der PH FHNW angeboten.  In der übrigen Schweiz setzt man ganz auf die Ausbildung an den PHs. Da in der Sekundarschule  leistungsdifferenziert unterrichtet wird, macht der unterschiedliche Ausbildungsweg durchaus Sinn. Ausserdem sind die Schulleitungen so bei der Anstellung von Lehrkräften flexibler und können optimal auf die Bedürfnisse ihrer Schule eingehen. Die Initiative fordert nun, dass alle Lehrpersonen ein Studium an der Universität sowie eine einjährige pädagogische Ausbildung an der PH absolvieren müssen, um eine feste Anstellung an einer Baselbieter Sekundarschule zu erhalten. Damit würde sich der Kanton Basel-Landschaft auf dem Arbeitsmarkt für Lehrpersonen völlig isolieren.

Auch der Landrat hat die Initiative sehr deutlich mit 75:0 abgelehnt und empfiehlt am 21. Mai ein NEIN – damit unsere Lehrpersonen auch weiterhin fachlich und pädagogisch gut ausgebildet sind!

Sibylle Keller, Bildungsrätin CVP

 

 

Bild Quelle; Barfi.ch